Sind Hybridautos die Zukunft?

Sind Hybridautos die Zukunft?

 
Unter dem Druck der EU hat ein Release-Wechsel bei der Autoherstellung begonnen. Plug-in-Hybride sind die Fahrzeuge der unmittelbaren Zukunft. Immer mehr Automobilhersteller setzen bei der Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle auf die Hybridtechnologie, der neuen Spartechnik unter der Motorhaube. BMW Group und Toyota gehen den Weg zur Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit gemeinsam.

Steigende Kraftstoffpreise, Rohstoff-Knappheit, Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, weniger CO² Ausstoß – das sind aktuelle Themen, die nicht nur die EU beschäftigen, auch die Autofahrer. Ziel der EU-Kommission für 2020 ist: 95 Gramm CO²/km. Deshalb sind alternative Antriebe wichtig.
 
Seit 1992 verfolgt Toyota gewissenhaft positive Umweltziele. 1997 fiel der Startschuss für das Hybridfahrzeug Prius. Dieser Hybrid-Kleinwagen wird in Großserie gefertigt und wurde bereits weltweit über 2 Millionen Mal verkauft!
 
 
Hersteller von Hybridfahrzeugen
 
Ford setzt auf die Reduzierung der Zylinderanzahl. Eine Zylinderabschaltung, wie es VW erstmals praktizierte, soll zum Spareffekt führen.
Toyota erweitert sein Modellprogramm um zwei neue Fahrzeuge mit Hybridtechnik: Toyota Prius Plus (Van) und Yaris Hybrid. Der Antrieb ist eine bewährte Kombination aus Planetengetriebe und Hybridtechnik. Der Hybrid-Van wurde aus Platzgründen mit teureren Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet als der Yaris, der die alte, aber kostengünstigere Nickel-Metall-Hydrid-Batterie eingesetzt bekam. Dieser weltweit erste Vollhybrid-Kleinwagen hat einen Durchschnittsverbrauch von 3,5 Liter/100 km. Damit liefert Toyota ein lukratives Hybridauto zu erschwinglichem Preis von 16950 Euro. Die Kombination des 4-Zylinder-Benzin-Hybrid hat die Bewährungsprobe in beiden Fahrzeugtypen bestanden. Der siebensitzige Prius Plus liegt, im Einstiegspreis bei 29900 Euro, im Verbrauch zwischen 3,8 und 4,2 Liter/100 km.

Ein intelligentes Hybridmodell hat BMW mit dem Active-Hybrid5 entwickelt. Der 6-Zylinder-Benzin-Hybrid-Motor hat eine 340 PS starke Antriebsleistung. Der Benzinverbrauch von 5,6 l/100 km (innerhalb der Stadt) ist mit der Unterstützung des 40 kW starken Elektromotors möglich. Als erstes Hybridfahrzeug fährt es „vorausschauend“: Wurde im Navigationsgerät das Ziel eingegeben, lädt der BMW 5er Hybrid im Voraus die Batterie auf und lässt diese Reserve bis zur Stadtgrenze unberührt. Mit dem Stromvorrat der vollen Batterie kann dann im Zielort relativ lange (mehr als 5 Kilometer) elektrisch und emissionsfrei gefahren werden. Außerhalb der Stadt verbraucht dieser 5er etwa 7,4 l/100 km, bei Autobahnnutzung 9 l. Dieser High-Tech-BMW kostet 62900 Euro.

Der Plug-in-Golf erreicht mit seiner Batteriekapazität von 13 kWh elektrisch eine Strecke von ca. 50 Kilometer. Der leistungsstarke 115 PS Motor (1.4 TSI Benziner) übernimmt danach den Antrieb für die nächsten etwa 850 Kilometer. Der VW-Konzern ist optimistisch, dass in 8 Jahren der Hybrid vor dem Elektroauto rangiert. Bei einem Jahresabsatz von geplanten 300000 Elektrofahrzeugen könnten davon 230000 Hybridautos sein.

Der Peugeot 3008 Hybriddiesel (34150 Euro) ist als erster seiner Klasse interessant für Kurzstreckenfahrten, Kurier- und Taxifahrer. Er kann den Dieselverbrauch im Jahr (bei angenommenen 50000 km Fahrtleistung) um 1500 Liter senken.
PSA setzt mit seinem Hybrid4 auf die sparsamste Hybridvariante und plant für 2013 und 2014 einen Absatz von 40000 Fahrzeugen.
 
 
Eigenschaften und Vorteile des Hybridfahrzeuges
 
Das Auto ist vibrationsarm und leiser im Fahrverhalten. Der kaum hörbare E-Motor übernimmt verlässlich seine Arbeit beim Anfahren, an der Ampel und beim einfachen Dahinrollen. Die Nutzung beider Antriebe im Plug-in-Hybrid bei Beschleunigungsvorgängen führt zur PS-Leistungssteigerung. Kräftig und sparsam im Durchzug, verringerter Spritverbrauch, weniger Emissionen und mit zwei Antrieben lässt sich die Hybridtechnik auf ihrem Vormarsch nicht mehr bremsen.

Die Umstellung auf das Hybrid-Fahrgefühl ist für den Autofahrer leicht, da die Elektronik das komplexe Zusammenspiel zwischen Verbrennungsmotor, Elektroantrieb und Batterie regelt. Die Nutzung der Bremsrückgewinnungs-Energie für die Batterie, Spritzufuhr nur bei Bedarf zu aktivieren, sind überzeugende Argumente für Hybrid. Gegenüber reinen Elektrofahrzeugen sind Hybridautos preiswerter.
 
 
Fazit
 
In etwa 20 Jahren werden Batterie-elektrische und Brennstoffzellen-Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride einen wesentlichen Anteil zur Mobilität beitragen. Da die Infrastruktur für reine Elektromobilität noch nicht flächendeckend ist, wird für die nächste Zukunft die „Kraft der zwei Herzen“ als Kompromiss gelten.

Toyota ist weltweit führend in der Entwicklung von Hybriden. Der Hersteller hofft, dass die Marke BMW hilft, Hybride in Europa zu verbreiten. Die Nutzung von Synergien in der Autoindustrie wird von der BMW Group und Toyota praktiziert. Aus Bayern kommen die Karossen und aus Japan die Hybridtechnologie.

Kooperation hinsichtlich Zukunftstechnologien. Nichts ist unmöglich!

Keine Kommentare mehr möglich.