Sicher am Steuer dank Fahrsicherheitstraining

Sicher am Steuer dank Fahrsicherheitstraining

 
Schnell leben – jung sterben. Manchmal scheint es, als wäre dies das Lebensmotto von jungen Fahranfängern. Denn diese Gruppe führt die Unfallstatistik unangefochten an. Und das, obwohl die Führerscheinprüfung in Deutschland doch recht anspruchsvoll ist. Die häufigsten Unfallursachen sind überhöhte Geschwindigkeit und Fahrfehler. Dabei könnte man diese Gefahren so einfach mildern.

Auf die richtige Vorbereitung kommt es an
Um ein guter und sicherer Autofahrer zu werden, braucht man vor allem eines: Übung. Das Durchleben verschiedener Verkehrssituationen und Ereignisse hilft dabei, Routine zu erlangen. Einem Autofahrer können sich vielfältige Hindernisse in den Weg stellen. Schnee, Eis und Herbstlaub machen die Straße rutschig, starke Regenfälle führen zu Aquaplaning und Nebel behindert die Sicht. Andere Verkehrsteilnehmer zwingen zur Vollbremsung und Hindernisse zum Ausweichen. Alles Verkehrssituationen, die jedem Autofahrer begegnen können. Am besten sind diese zu bewältigen, wenn man vorher Gelegenheit hatte, sie zu trainieren.
 
Übung macht den Meister
Fahrsicherheitstraining bietet dazu die Möglichkeit. Unter fachmännischer Anleitung haben Sie die Chance, kritische Situationen unter realen Bedingungen zu erproben. Wenn Sie ein eigenes Fahrzeug haben, dann absolvieren Sie das Training am besten auch mit diesem. So lernen Sie Ihr Auto kennen und können feststellen, wie es sich bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver verhält. Und keine Sorge, das Fahrzeug ist natürlich versichert. Abseits des normalen Straßenverkehrs werden unterschiedliche Extremsituationen simuliert. Bremsen auf nasser Fahrbahn, einem plötzlich auftauchenden Hindernis ausweichen, eine Vollbremsung machen, Notbremsung bei einseitig glatter Fahrbahn. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn es erst nach mehreren Versuchen gelingt, eine wirkliche Vollbremsung hinzubekommen. Die meisten haben einfach Hemmungen, das Bremspedal bis zum Anschlag durchzutreten.
Abgesehen von Übungen zum Bewältigen von Gefahrensituationen, gibt es auch Übungen, die helfen die Fahrpraxis zu verbessen. Slalomfahren, um die Lenktechnik zu schulen, oder auf Kreisbahnen Kurven fahren, um die Fliehkräfte zu erleben. Auch das Rückwärtsfahren über längere Strecken – und vielleicht noch um Hindernisse herum – fällt den meisten Fahrern schwer und kann bei dieser Gelegenheit unter fachlicher Anleitung geübt werden.
Natürlich gibt es auch einen theoretischen Teil, bei dem alles vorab durchgesprochen wird. Bei diesem Part wird auch über die optimale Sitzposition und Lenkradhaltung gesprochen und vermittelt, wie stark Gespräche und laute Musik den Fahrer ablenken können. Die Teilnehmer werden sensibilisiert, um Gefahrensituationen erkennen zu können. Ziel ist es, dadurch das Eintreten von gefährlichen Momenten schon von vorneherein zu vermeiden. Interessant sind auch die Erläuterungen sämtlicher technischen Errungenschaften, die sich heutzutage in den Autos befinden. Ob ABS oder ESP, die Funktionen und Grenzen werden erläutert und darüber hinaus erklärt, wie man sie sich in gefährlichen Fahrsituationen zu Nutze machen kann.
 
Die meisten Trainer halten mit ihren Schützlingen während des Fahrtrainings über Funk Kontakt und sorgen so dafür, dass Sie sich nicht allein gelassen fühlen und jederzeit Unterstützung erhalten können. Wenn Sie erlebt haben, dass Sie auf glatter Fahrbahn bremsen können, ohne ins Schleudern zu geraten, bleiben Sie bei kritischen Witterungsverhältnissen gelassener. Sie lernen Ihr Fahrzeug zu beherrschen und gewinnen so Souveränität und Freude am Fahren. Und als Sahnehäubchen obendrauf bieten einige Versicherungsgesellschaften Rabatte an, wenn man ein Fahrsicherheitstraining nachweisen kann.
 
Anbieter finden sich wie Sand am Meer. Ob Automobilclubs, TÜV, Fahrschulen oder Autohersteller, die Auswahl ist riesengroß. Und ganz nebenbei macht so ein Training auch noch richtig Spaß. Normalerweise hat man nie Gelegenheit, seine Grenzen mal auszutesten und das Auto auf nasser Fahrbahn zum Schleudern zu bringen. Natürlich ist nicht garantiert, dass man die eingeübten Reaktionen im Ernstfall auch abrufen kann. Aber es ist auf jeden Fall leichter ruhig zu bleiben, wenn man zumindest weiß wie man reagieren sollte.
 
 

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