Augen auf beim Kauf eines gebrauchten Motorrades – Tipps für sicheres Fahrvergnügen

Augen auf beim Kauf eines gebrauchten Motorrades – Tipps für sicheres Fahrvergnügen

 
Beim Kauf eines gebrauchten Motorrades sollte man immer mit Bedacht vorgehen. So sollte man sich von der Verkehrssicherheit und dem einwandfreien und gepflegten Zustand des Fahrzeuges überzeugen. Auf Verschleißteile und eventuelle Unfallschäden ist besonders zu achten und eine Probefahrt unerlässlich.

Gehören auch Sie zu den Motorradfahrern, die es bei schönem Wetter nach Draußen zieht? Ihnen fehlt jedoch noch das passende Motorrad? Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten. Kauft man besser beim Händler? Welche Verschleißteile kann man wie prüfen? Worauf ist allgemein zu achten?

Gedanken vor dem Kauf

Der Kauf eines Motorrades ist im Herbst oder Winter günstiger als im Frühjahr oder Sommer. Mit steigender Nachfrage am Saisonbeginn steigen auch die Preise. Überlegen Sie, welches Motorrad für Sie in Frage kommt. Machen Sie sich bewusst, dass Sie die Maschine mit der Ihnen zur Verfügung stehenden Körperkraft halten müssen. Ein Crossmotorrad wiegt wesentlich weniger als eine reine Straßenmaschine. Diese können bis über 500kg schwer sein und verlangen viel Erfahrung als Biker. Auch eventuell für Sie laut Führerschein geltende Gewichtsklassen und PS- Begrenzungen beim Führen eines Motorrades gilt es zu beachten.
Haben Sie diese Fragen für sich beantwortet, kann die eigentliche Suche beginnen.

Wo finde ich das für mich passende Motorrad?

Sind Sie noch Neuling und haben keine Erfahrung im Motorradkauf empfiehlt es sich, einen Fachhändler aufzusuchen. Die Preise sind zwar manchmal etwas höher, aber hier haben Sie die Sicherheit, dass das Fahrzeug fachmännisch geprüft wurde. Zudem haben Sie durch die einjährige Händlergewährleistung die Gewissheit, dass das Motorrad bei Sachmängeln kostenlos und fachgerecht repariert wird.
Von privaten Verkäufern findet man die meisten Angebote im Internet. Der Vorteil gegenüber der Zeitungsannonce besteht darin, dass mehr Details angegeben sind und man das Motorrad schon, zumindest auf Bildern, sieht.

Wie gehe ich vor, wenn ich ein Motorrad gefunden habe, das mir zusagt?

Wenn Sie mit dem Anbieter per Telefon sprechen, bitten Sie um Auskunft über den allgemeinen Zustand. Erfragen Sie eventuelle Vorschäden. Versuchen Sie dem Verkäufer mit geschickt gestellten Fragen, Informationen zu entlocken, die er vielleicht gar nicht preisgeben möchte. Zum Beispiel: „Wie viel Gummi braucht sie pro Saison?“. An der Reaktion lässt sich leicht erkennen, wie der Besitzer mit dem Fahrzeug umging. Prahlt er damit, wie schnell das Motorrad fährt und hat er überdurchschnittlich viele Reifen gebraucht, können Sie davon ausgehen, dass er die Maschine mit seinem Fahrverhalten nicht geschont hat. Auch die Verschleißteile können dann mehr in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Haben Sie sich entschlossen, das Motorrad persönlich in Augenschein zu nehmen, vereinbaren Sie einen Termin zu einer Tageszeit, zu der es noch hell ist. In der Dämmerung oder bei künstlichem Licht sind manche Mängel nur schwer zu erkennen. Bitten Sie jemanden, Sie zum Termin zu begleiten, denn es gilt: vier Augen sehen mehr als Zwei!

Der Moment der Besichtigung

Diese Punkte sollten Sie besonders beachten:

1. Betrachten Sie die Maschine gründlich. Richten Sie dabei Ihr Augenmerk auf eventuelle Unfallspuren. Befinden sich an Auspuff oder Kunststoffteilen Kratzer? Finden Sie Beulen am Tank oder tiefe Dellen an Schalt- und Bremshebel? Dies kann auf einen Unfall hindeuten! Fragen Sie nach. Ebenso sorgfältig sollten Sie die Gabel und den Rahmen begutachten. Auch hier dürfen keine größeren Schäden als normale Gebrauchsspuren zu erkennen sein. Beulen und tiefere Kratzer können darauf hindeuten, dass der Rahmen durch einen Unfall verzogen ist. Somit wäre das Motorrad nicht mehr verkehrssicher. In einem solchen Fall, sollten Sie auf eine weitere Besichtigung verzichten und sich nach einem anderen Fahrzeug umschauen.

2. Ob die Maschine gut gepflegt ist, lässt sich sehr leicht am Allgemeinzustand und auch am Aussehen der Bremsen, Reifen und eventuell vorhandener Kette erkennen. Dichtungen und Gummis dürfen nicht spröde sein.

Zum Abschluss der Besichtigung machen Sie eine Probefahrt

Können Sie bequem und sicher auf- und absteigen? Dreht der Anlasser beim Starten ruhig und gleichmäßig? Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Batterie in einem guten Zustand ist. Überprüfen Sie beim Fahren die Funktion der Kupplung, der Bremse und aller Armaturen.
Geräusche aus dem Kardantunnel sind immer ein Zeichen für einen Defekt! Ist der Kardanantrieb beschädigt, heißt es Abstand nehmen vom Kauf. Die Verkehrssicherheit ist dann nicht mehr gewährleistet, weil die Räder unter Umständen während der Fahrt blockieren können. Achten Sie auf ungewöhnliche Fahrgeräusche und das Lenkverhalten. Ist die Probefahrt beendet, sehen Sie sich noch einmal Motor und Auspuff an. Öl am warmen Motorblock lässt auf undichte Dichtungen schließen. Schwarze Stellen an den Verbindungen des Auspuffs deuten auf Verschleiß hin.

Haben Sie keine Mängel festgestellt, steht einem Kauf nichts mehr im Wege.

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